Kiva – Mikrokedite der besonderen Art

Rating: 4.5 (out of 5)

03.09.2015
kiva-mikrokredite

Kiva ist eine begeisternde Art von Crowdlending, denn das Motto der Organisation ist „Geld verändert die Welt“.
Durch Mikrokredite hat sich Kiva zu einer gemeinnützigen Institution gemacht und hat das Ziel, Menschen durch die Kreditvergabe zur Armutsbekämpfung zu verbinden.

Schon mit 25 US-Dollar kann eine Privatperson ein Darlehen dort finanzieren, wo es auf der Welt dringend benötigt wird. Der gesamte Betrag fließt dann in der Regel innerhalb von 6 bis 18 Monaten zurück und es kann nach Belieben erneut investiert werden.
Die Plattform von Kiva schafft die Voraussetzung Menschen kennen zulernen, die den Darlehensbetrag erhalten.
Das Dienstleistungsunternehmen begrüßt keine Provision oder andere Gebühren. Der gesamte Betrag, den man verleiht, wird an den repräsentierten Menschen weitergeleitet.
Über die Plattform von Kiva kann man online auf Gründer eines Kleinunternehmens in unterschiedlichen Entwicklungsländern treffen. Mit seinem Darlehen kann man diese dann unterstützen und damit zu einer Lebensgrundlage verhelfen.
Statt Menschen in Armut als Almosenempfänger zu sehen, sind Mikrokredite ein wesentlich nachhaltiger Ausweg aus der Armut. Beispielsweise durch die Finanzierung einer einfachen Nähmaschine liefern Menschen Hilfe zur Selbsthilfe und gründen den Armen ein neues Leben.

Die Leitbild von Kiva

Kiva malt sich eine Welt aus, in der alle Menschen die Kraft haben für sich selbst und Andere die besten Möglichkeiten zu schaffen. kiva-BesuchAm schönsten wäre eine Menschheit zu sehen, in der sich alle gegenseitig unterstützen und friedsam miteinander umgehen.
Mit jener Leitschnur bringen die Gründer aus den USA seit 2004 das Projekt vorwärts.

Ein Darlehen über Kiva zu vergeben ist so unkompliziert, dass man die Arbeit hinter den Kulissen gar nicht bemerkt.
Das Internet ermöglicht ein weltweites Netz von Mikrofinanzinstituten, welches Kiva nutzt und mit ihnen auf allen Kontinenten zusammen arbeitet. Außerdem sind rund 450 Freiwillige bei der Plattform beschäftigt, die sich sozial engagieren.
In Kooperation stehen außerdem große Unternehmen wie hp mit einer Investition von mehr als 5 Mio US-Dollar, Deutsche Bank und Grameen-Jameel Microfinance mit mehr als 1 Mio US-Dollar.
Das Konzept von Kiva beruht auf dem Mikrokreditmodell, welches durch die Verleihung des Friedensnobelpreises an Mohamed Yunus und die Grameen Bank bekannt geworden ist.

Wie funktioniert Kiva?

Kiva ist sozusagen ein Online-Kreditmarktplatz, mit der Besonderheit sein Geld nicht anzulegen, sondern es für gute Zwecke zu verleihen.
Als Erstes wählt man sich einen Kreditnehmer auf der Plattform aus. Hierzu gibt es ein großes Verzeichnis der Personen mit entsprechenden Indizen.
Man erhält eine Beschreibung des Verwendungszweckes, ein Foto sowie das Land in dem die Person lebt. Als Information erkennt man auch den Fortschritt eines jeden Projektes.
Mit nur wenigen Klicks kann man dann den gewünschten Betrag auswählen und den Vorgang mit PayPal oder Kreditkarte ausführen. Von nun an wird auf die Vollfinanzierung gewartet.
Ist diese erreicht, so werden alle Geldbeträge vom field partner gesammelt und an den jeweiligen Darlehensnehmer ausgezahlt. Die Rückzahlung geschieht innerhalb von 6 bis 18 Monaten.
Im Nachhinein werden die Kreditgeber über die Fortschritte des Kleinunternehmens informiert. Dies geschieht wahlweise über E-Mails oder journals auf der Webseite.

Zur Kiva Plattform

 

Autorin
Hafssa Mariami

Quellenangabe: Bilder stammen aus kiva.org

Back to Top